Daniel Johnson untersucht die Relevanz des deutschen Politiktheoretikers Carl Schmitt für die Gegenwartspolitik, nachdem der britische Generalstaatsanwalt Lord Hermer Schmitt zitiert hatte, um konservative Positionen zum Völkerrecht zu kritisieren. Johnson argumentiert, dass Schmitts wirklich gefährliches Vermächtnis nicht in seinen Theorien internationaler Einflusssphären liegt, sondern in seiner Kritik an der parlamentarischen Demokratie und seiner Rechtfertigung autoritärer Herrschaft – Ideen, die derzeit von rechtsgerichteten Bewegungen in den USA, Russland, Deutschland und anderswo wiederbelebt werden.
Kernpunkte:
- Carl Schmitt argumentierte, dass Liberalismus und Demokratie unvereinbar sind
- Schmitt unterschied zwischen der Krise der Demokratie, der Krise des Staates und der Krise der parlamentarischen Regierung
- Schmitt definierte Souveränität als die Macht, über die Ausnahme zu entscheiden
Quelle: Engelsberg Ideas (backfill) · en
