Deutschland vor Entscheidung über Nachfolgesystem für NATO-AWACS-Flotte

Deutschlands Rüstungsressort muss sich bis 2035 für einen Nachfolger des NATO-AWACS-Systems entscheiden, das derzeit mit 14 Flugzeugen vom Luftwaffenstützpunkt Geilenkirchen aus operiert. Das Flugabwehr- und Kontrollsystem kann aus einer Flughöhe von etwa 10 Kilometern einen Luftraum mit einem Radius von bis zu 400 Kilometern überwachen. Drei Kandidaten stehen zur Auswahl: Saabs GlobalEye, das Northrop-Grumman-System E-2D Advanced Hawkeye und das Conformal-AEW&C-Konsortiumssystem.

Das ursprüngliche Final Lifetime Extension Program (FLEP) wurde 2022 mit etwa einer Milliarde US-Dollar finanziert. Sieben europäische NATO-Staaten, darunter Deutschland, stoppten im November 2023 die Beschaffung des Boeing E-7A Wedgetail. Der GlobalEye kostet etwa halb so viel wie eine E-7A und kann von Flugpisten mit einer Länge von nur zwei Kilometern operieren. Das E-2D bietet dagegen nur eine Flugdauer von fünf bis sechs Stunden, deutlich weniger als GlobalEyes über zwölf Stunden. Die italienische Luftwaffe betreibt eine Vorgängerversion des Conformal-AEW&C-Systems mit einer gemeldeten Verfügbarkeitsquote von 97 Prozent.

Kernpunkte:

  • Das E-3A AWACS wird spätestens 2035 außer Dienst gestellt
  • 14 E-3A-Flugzeuge werden derzeit vom NATO-Luftwaffenstützpunkt Geilenkirchen aus betrieben
  • Ein einzelnes E-3A überwacht aus einer Flughöhe von etwa 10 Kilometern einen Luftraum in einem Radius von bis zu 400 Kilometern

Quelle: Sicherheit & Verteidigung (YouTube) · de