Deutsche Reisebranche kämpft mit Preiskrise trotz Rekordausgaben

Die deutsche Reiseindustrie befindet sich in einer Preiskrise: Während deutsche Bürger 2025 mit 92 Milliarden Euro 25 Prozent mehr für Urlaub ausgegeben haben als vor Corona, sinken gleichzeitig die Häufigkeit von Reisen und die Dauer der Urlaubsaufenthalte. Der Konflikt im Nahen Osten führte zu einem Buchungsrückgang, der trotz erholter Nachfrage nachwirkt. Besonders auffällig ist der Trend zu kürzeren Reisen unter fünf Tagen, während mehrtägige Urlaubsreisen abnehmen. Mit insgesamt 68 Millionen Reisen pro Jahr bleibt die Zahl unter dem Vor-Corona-Rekord.

Fluggesellschaften und Reiseveranstalter haben Schwierigkeiten, ihre Geschäftsmodelle an die schrumpfenden Ausgaben von Mittelschicht-Kunden anzupassen. Last-Minute-Rabatte sind zur Norm geworden, um Kapazitäten auszulasten. Experten warnen zudem, dass Kerosin knapper und teurer werden könnte, was den Druck auf die Branche weiter erhöht.

Kernpunkte:

  • Deutsche Bürger gaben 2025 92 Milliarden Euro für Urlaub aus, 25 Prozent mehr als vor Corona.
  • Der Iran-Konflikt verursachte einen Buchungsrückgang, der trotz erholter Nachfrage anhält.
  • Urlaubsreisen unter fünf Tagen nahmen zu, während mehrtägige Reisen 2025 abnahmen.

Quelle: FAZ · de