Die gesetzlichen Krankenkassen warnen, dass das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung bis 2027 auf 18,8 Milliarden Euro steigen könnte und die bisherigen Sparmaßnahmen von Gesundheitsministerin Nina Warken nicht ausreichen würden. Zusätzlichen Druck erzeugt die Finanzierung von Bürgergeldempfängern, deren Gesundheitskosten nach Ansicht der Kassen und des ehemaligen Bundessozialgerichtspräsidenten Rainer Schlegel zu einem erheblichen Teil verfassungswidrig auf Beitragszahler statt auf den Staat abgewälzt würden.
Die Krankenkassen fordern daher eine vollständige Finanzierung dieser staatlichen Sozialleistung aus Steuermitteln. Andernfalls drohten langfristig höhere Beiträge, zusätzliche Belastungen für Arbeitgeber und Versicherte sowie weitere finanzielle Probleme für das Gesundheitssystem.
Quelle: Der Spiegel · de
