Röstis Wohnförderung könnte Denkmalschutz gefährden

Umweltminister Albert Rösti bereitet eine Gesetzesänderung vor, die Wohnungsbau und Verdichtung im Raumplanungsgesetz zu einem "nationalen Interesse" erheben soll. Dies würde diesen Zielen das gleiche Gewicht verleihen wie dem Denkmalschutz und Umweltanliegen. Denkmalschutzadvokaten warnen, dass dies den Schutz von Denkmälern landesweit untergraben könnte, besonders da 98 Prozent der geschützten Gebäude unter kantonaler oder kommunaler Verwaltung stehen. Die geplante Änderung würde eine langjährige Praxis umkehren, wonach der Schutz von Siedlungen und Denkmälern Vorrang hatte.

Kernpunkte:

  • Wohnungsbau und Verdichtung sollen im Raumplanungsgesetz explizit zu einem nationalen Interesse erhoben werden können
  • Der Schutz der Siedlung, Herz und Perle des Friesenbergs, wiege höher als diese Interessen
  • 98 Prozent aller geschützten Bauten im Land ausmachen

Quelle: https://www.nzz.ch/schweiz/roestis-umstrittene-wohnfoerderung-so-will-der-bundesrat-das-bauen-erleichtern-zur-not-auf-kosten-des-denkmalschutzes-ld.10009816 · de