IW-Direktor Michael Hüther analysiert in einer Kolumne für die Süddeutsche Zeitung die gegenwärtige geopolitische und wirtschaftliche Lage, die durch strategielos geführte Kriege und wachsende Unsicherheit geprägt ist. Er beschreibt, wie Außenwirtschaftspolitik zunehmend als Machtinstrument eingesetzt wird: China verfolgt eine strategische Handelspolitik durch Subventionen, regulierte Rohstoffzugänge und eine Unterbewertung des Renminbi, während die USA asymmetrische Abhängigkeiten durch Zollpolitik sowie die Kontrolle globaler Finanzmärkte und digitaler Dienstleistungen aufbauen. Hüther argumentiert, dass die EU durch defensive Handelsmechanismen und gestärkte Innovationskraft resilient bleiben muss und dass es in der heutigen Zeit unvermeidbar ist, Außenwirtschaftspolitik explizit als Machtpolitik zu verstehen.
Kernpunkte:
- Kriege ohne strategische Fundierung bestimmen derzeit die weltpolitische und weltwirtschaftliche Lage
- China verfolgt strategisch eine Handelspolitik über Subventionen, regulierte Rohstoffzugänge und eine Unterbewertung des Renminbi
- Die USA profilieren asymmetrische Abhängigkeiten neben der Zollpolitik über die Standardisierung globaler Finanzmärkte und digitaler Dienstleistungen
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