Der frühere deutsche Außenminister Joschka Fischer argumentiert in einem Interview, dass Europa sich grundlegend neu erfinden muss, während die USA unter Donald Trump ihre traditionelle Führungsrolle aufgeben. Fischer warnt, dass Europas ambitionierte Sozialstaaten mit den erforderlichen militärischen und technologischen Investitionen für strategische Autonomie unvereinbar sind. Er äußert Bedenken bezüglich Europas Fähigkeit, einen einheitlichen politischen Willen und Wettbewerbsfähigkeit in einer multipolaren Welt zu entwickeln.
Kernpunkte:
- Die Vereinigten Staaten geben unter Donald Trump ihre Rolle als globale Führungsmacht auf
- Europas ambitionierte Sozialstaaten sind mit notwendigen Verteidigungs- und Technologieinvestitionen unvereinbar
- Europa kann sich bei der Sicherheit nicht mehr wie im vergangenen Jahrhundert auf die Vereinigten Staaten verlassen
Quelle: NZZ · de
