Schweiz restrukturiert Militär nach Lehren aus Ukraine-Krieg

Die Schweiz reorganisiert ihre Streitkräfte als Reaktion auf Russlands Invasion der Ukraine. Verteidigungsminister Martin Pfister kündigte an, dass das Militär von einer ausbildungsorientierten zu einer einsatzorientierten Armee umgestaltet wird. Der Bundesrat plant die Auflösung von vier Territorialdivisionen zugunsten von drei Operationsdivisionen sowie eine Reduktion der Kaderposten um etwa 25%. Künftig sollen 80% der Rüstungsinvestitionen auf wahrscheinliche Bedrohungen wie Cyberangriffe, Fernkampfmittel, Sabotage und Spionage ausgerichtet werden, während 20% für Ausrüstung gegen existenzielle Bedrohungen reserviert bleiben.

Zu den Anpassungen gehört die Etablierung eines eigenständigen Drohnen-Bataillons bis 2028 mit Fähigkeiten zur Aufklärung und Zielbekämpfung. Zudem wird die Verteidigungsdoktrin überarbeitet, um die Realitäten moderner transparenter Schlachtfelder und urbane Einsatzbedingungen zu berücksichtigen.

Kernpunkte:

  • Russlands Invasion der Ukraine hat die Schweiz veranlasst, ihre militärischen Verfahren und Beschaffungsprioritäten zu überprüfen und anzupassen
  • Der Bundesrat beschloss, von einer ausbildungsorientierten zu einer einsatzorientierten Armee überzugehen
  • Vier Territorialdivisionen werden durch drei Operationsdivisionen für die Regionen Nord/Ost, West und Süd ersetzt

Quelle: ASMZ · de