Der Artikel argumentiert, dass die Unternehmensgeschichtsforschung an deutschen Universitäten stark unterbewertet ist, obwohl sie wertvolle Lektionen für das zeitgenössische Unternehmensmanagement und die Politik bietet. Anhand historischer Beispiele von Bayer, Bosch und anderen zeigt der Text, wie die Untersuchung vergangener Unternehmensentscheidungen zu internationaler Expansion, Nachfolgeplanung und Verantwortung in der NS-Zeit die moderne Geschäftspraxis informieren kann. Der Autor argumentiert, dass Unternehmensgeschichte wie international üblich in Lehrpläne der Betriebswirtschaft integriert werden sollte, anstatt ausschließlich in Geschichtsfachbereichen zu verbleiben.
Kernpunkte:
- Deutsche Universitäten bieten kaum Unterricht in Unternehmensgeschichte an.
- Bayer verlor nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 60-80% seiner Auslandsumsätze.
- Robert Bosch erstellte einen Nachfolgeplan durch ein Testament von 1938, das eine Stiftung gründete.
Quelle: FAZ · de
