Taiwans strategische Anfälligkeit nach dem Trump-Xi-Gipfel 2026

Eine SWP-Politikanalyse untersucht Taiwans strategische Verwundbarkeit nach dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi Jinping im Mai 2026, das Unsicherheit bezüglich der US-Sicherheitsgarantien mit sich brachte. Amerikanische Munitionsmangel aus dem Iran-Konflikt gefährden Taiwans Rüstungspakete, während Taipeh mit innenpolitischen Spannungen kämpft und nach alternativen Partnerschaften sucht, besonders mit Europa. Die Analyse zeigt, wie europäisch-taiwanesische Verteidigungskooperation, insbesondere bei Dual-Use- und Drohnentechnologien, Taiwans Abschreckung stärken könnte, während gleichzeitig europäische Sicherheitsinteressen gefördert werden – trotz Risiken chinesischer Wirtschaftsvergeltung.

Kernpunkte:

  • Die USA verbrauchten in den ersten 16 Tagen von Operation Epic Fury 11.294 Munitionseinheiten
  • Das von der Trump-Administration im Dezember 2025 genehmigte Rüstungsabkommen im Wert von 11 Milliarden US-Dollar ist das größte bisher
  • Taiwan verabschiedete im Mai ein Sonderverteidigungsbudget von 780 Milliarden NTD, weit weniger als die vorgeschlagenen 1,25 Billionen NTD

Quelle: https://www.swp-berlin.org/en/publication/washingtons-volatility-and-taipeis-security · en