Deutschland und weitere EU-Länder werfen russischen Geheimdiensten schwere Cyberangriffe gegen staatliche Einrichtungen und kritische Infrastruktur vor. Das Auswärtige Amt in Berlin bestellte daraufhin den russischen Botschafter ein. Die EU verhängte neue Sanktionen gegen Personen und Organisationen, die mit dem Militärgeheimdienst GRU und dem Inlandgeheimdienst FSB verknüpft sind.
EU-Ratspräsidentin Kaja Kallas bestätigte die koordinierte Reaktion auf die Angriffe, die Länder wie Frankreich und Polen betrafen. Eine Cybereinheit des FSB soll seit 2010 Cyberspionage gegen strategisch wichtige staatliche Einrichtungen betrieben und 2025 die Verteidigungsindustrie ins Visier genommen haben. Auch Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur in Polen werden Russland vorgeworfen. Großbritannien kündigte ebenfalls neue Sanktionen gegen russische Cyber-Netzwerke und GRU-Offizielle an.
Kernpunkte:
- Deutschland und weitere EU-Länder haben Russland für schwere Cyberangriffe auf staatliche Stellen verantwortlich gemacht.
- Berlin bestellte den russischen Botschafter ein.
- Die EU reagierte mit neuen Sanktionen.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/cyberangriffe-russland-sanktionen-botschafter-100.html · de · negative
