Der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas warnt, dass Russland angesichts seiner Schwierigkeiten in der Ukraine einen neuen Sieg anstrebt und die Baltische Region sowie Polen als nächste Eskalationsziele ins Auge fasst. Nach Aussage von Kaunas entwickelt sich der Krieg in der Ukraine nicht wie von Russland geplant, und die russische Gesellschaft stellt bereits Fragen zur fehlenden versprochenen Sieg.
Litauens Präsident Gitanas Nausėda bestätigte Berichte, dass Russland Provokationen in Polen oder den baltischen Staaten plant, um die Einheit der NATO zu testen. Diese Einschätzung basiert auf Geheimdiensten und befasst sich mit möglichen russischen Angriffen auf die kritische Infrastruktur der Region mittels konventioneller Militärmittel oder sogenannter hybrider Taktiken.
Der litauische Generalstabschef Raimundas Vaikšnoras erklärte, dass derzeit keine offensichtliche Bedrohung durch konventionelle russische Militäraggressionen besteht, obwohl Provokationen mit militärischen Mitteln nicht ausgeschlossen werden können. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hatte zuvor vorgeschlagen, dass Russland möglicherweise eine False-Flag-Operation mit ukrainischen Drohnen inszenieren könnte. Medienberichten zufolge warnte die USA Warschau, dass Moskau eine bewaffnete Provokation gegen Polen in Betracht zieht, um die NATO-Entschlossenheit zu testen.
Kernpunkte:
- Da Russland seinen Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen kann, sucht der Kreml einen alternativen Weg zum Sieg und betrachtet die baltische Region und Polen als die nächsten wahrscheinlichen Ziele.
- Nach Angaben von Kaunas entwickelt sich der Krieg in der Ukraine nicht wie von Russland geplant.
- Kaunas betonte, dass die russische Gesellschaft bereits das Kremlin-Regime in Frage stellt und fragt, warum dies geschieht und wo der versprochene Sieg ist.
Quelle: https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/07/20/8044911/ · en · negative
