Portugals F-16-Mission im Baltikum endet während Führungspersonen vor russischen Bedrohungen warnen

Portugals Verteidigungsminister Nuno Melo reist nach Estland, um das Ende einer viermona­tigen NATO-Luftpolizeimission seines Landes zu markieren, die an die Türkei übergeben wird. Die Missionen mit vier F-16-Kampfflugzeugen, die im April begannen, führte zahlreiche Abfänge russischer Flugzeuge während des Schutzes des baltischen Luftraums durch.

Balti­sche und polnische Führungspersonen warnen derweil vor möglichen russischen Provokationen. Litauens Präsident Gitanas Nausėda und Lettlands Präsident Edgars Rinkēvičs haben vor einem möglichen russischen Angriff auf kritische Infrastruktur gewarnt, während Polens Premierminister Donald Tusk sagte, dass Warschau sich intensiv auf mögliche russische Provokationen vorbereitet. Die Warnungen deuten auf Befürchtungen einer begrenzt angelegten militärischen oder hybriden Operation Moskaus hin, die NATOs Entschlossenheit testen könnte. Russland bestreitet Angriffspläne gegen NATO-Mitglieder; Kremlin-Sprecher Dmitry Peskov lehnte die baltischen Warnungen als Versuch der Angstmache und Rechtfertigung für weitere Militarisierung ab.

Kernpunkte:

  • Melo wird die 95 portugiesischen Militärangehörigen auf dem Luftwaffenstützpunkt Ämari besuchen und an der Übergabe der NATO-Mission der verstärkten Luftpolizei an die Türkei teilnehmen.
  • Portugals Einsatz mit vier F-16-Kampfflugzeugen begann im April und endet offiziell am Freitag.
  • Die portugiesische Luftwaffe hat während der Mission zahlreiche russische Flugzeuge abgefangen.

Quelle: Portugal Resident (Englisch)