Nato entwickelt Pläne zur Ausweitung der nuklearen Abschreckung in Europa

Die Nato arbeitet an Plänen zur Ausweitung ihrer nuklearen Abschreckung in Europa als Reaktion auf russische Bedrohungen. Nato-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass das Bündnis seine Atomfähigkeiten kontinuierlich überprüft und notwendige Anpassungen vornehmen wird, wobei eine Stationierung zusätzlicher US-amerikanischer Atomwaffen eine Option darstellt.

Experten deuten darauf hin, dass die USA möglicherweise bereits B61-12-Bomben zum britischen Luftwaffenstützpunkt Lakenheath verlegt haben. Als potenzielle neue Stationierungsorte könnten Polen, Finnland und Litauen in Frage kommen. Derzeit sind etwa 100 US-amerikanische B61-12-Bomben auf sechs Luftwaffenbasen in Deutschland, Belgien, Italien, den Niederlanden und der Türkei stationiert.

Russland verfügt Expertenschätzungen zufolge bei nicht-strategischen Atomwaffen über einen Vorsprung von mehr als zehn zu eins. Robert Peters äußert sich optimistisch, dass die Vereinigten Staaten die nukleare Abschreckung in Europa innerhalb der nächsten 24 Monate stärken werden. Während französische Fähigkeiten eine gute Ergänzung darstellen, können sie amerikanische Kapazitäten bei Sprengköpfen, Trägersystemen und Plattformen nicht ersetzen.

Kernpunkte:

  • Die Nato arbeitet an Plänen zur Ausweitung der nuklearen Abschreckung in Europa.
  • Die Stationierung zusätzlicher US-amerikanischer Atomwaffen ist eine Option.
  • Experten halten es für möglich, dass die USA bereits B61-12-Bomben zum Luftwaffenstützpunkt Lakenheath in Großbritannien verlegt haben.

Quelle: Handelsblatt (Deutsch)