Die EU versucht, eine der größten Migrationskrisen der letzten Jahre unter Kontrolle zu bringen, nachdem etwa 60.000 Migranten innerhalb weniger Tage von Marokko in die spanische Exklave Ceuta übergesetzt sind. Bei den Überquerungen kamen mindestens 34 Menschen ums Leben. Ministerpräsident Pedro Sanchez attributiert den Ansturm Schleppern, die ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs falsch interpretierten. Madrid hat Truppen, Polizei und Ausrüstung zur Sicherung entsandt, während etwa 25.000 Menschen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt sind.
Die Krise hat zu diplomatischen Spannungen geführt. Europäische Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Szenen in Ceuta „inakzeptabel". Italien fordert Spaniens Aussetzung aus dem Schengen-Raum, eine Position, die Finnland und Dänemark unterstützen. Kanzler Friedrich Merz forderte Marokko auf, illegale Migranten „sofort zurückzunehmen". Frankreich und Großbritannien erklärten ihre Hilfsbereitschaft, während Frankreich gleichzeitig Grenzkontrollen zu Spanien verschärft.
Kernpunkte:
- Die EU musste eine der größten Migrationskrisen der letzten Jahre bekämpfen.
- Zehntausende Menschen strömten innerhalb weniger Tage in die spanische Exklave in Nordafrika.
- Etwa 60.000 Migranten sind von Marokko nach Ceuta übergesetzt.
Quelle: Taipei Times (Englisch)
