Der Iran zielt Berichten zufolge auf US-Militärangehörige ab, indem er bekannte Schwachstellen in kommerziellen Mobilfunknetzen ausnutzt. Diese SS7-Signalisierungsattacken ermöglichen es Gegnern, Standorte zu verfolgen, Kommunikation abzufangen und Spyware zu verbreiten, ohne dass Nutzer eingreifen oder Malware installieren müssen. Senator Ron Wyden und andere Kritiker weisen darauf hin, dass diese Bedrohung seit Jahrzehnten bekannt ist. Ein Beamter der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency berichtete von zahlreichen erfolgreichen Versuchen, die Standortdaten gestohlen, Sprach- und Textnachrichten überwacht und Spyware verteilt haben. Trotz wiederholter Warnungen von der Telekomindustrie, dem Kongress und dem Pentagon bleiben US-Soldaten anfällig. Experten fordern, dass die Telekomindustrie die Kontrolle über Netzwerkzugriffe verstärken sollte, Regulierungsbehörden die großen Betreiber zu stärkeren Abwehrmaßnahmen drängen sollten, und das Verteidigungsministerium seine Soldaten mit sichereren Mobilfunkdiensten ausstatten sollte.
Kernpunkte:
- Der Iran zielt auf US-Militärangehörige über deren Smartphones ab.
- Der Krieg in der Ukraine hat zahlreiche Geschichten über ukrainische und russische Soldaten geliefert, die getötet wurden, als ihre Mobiltelefone ihren Standort offenbarten.
- Das Wissen über die von Iran verwendeten SS7-Signalisierungsattacken existiert seit Jahrzehnten.
Quelle: CyberScoop (Englisch)
