Türkische Luftwaffe übernimmt verstärkten NATO-Luftverteidigungseinsatz im Baltikum

Die türkische Luftwaffe ist erstmals in Estland stationiert worden, um NATOs umgestalteten Luftverteidigungseinsatz im Baltikum zu übernehmen. Der Einsatz begann am 1. August und löst die zwei Jahrzehnte alte Luftraumüberwachungsmission ab. Etwa 80 Personen, darunter zehn Piloten, sind am Flugplatz Ämari stationiert und werden vier Monate lang den Luftraum von Estland und Litauen patrouillieren, um Luftangriffe abzuwehren. Dabei kommen fünf F-16-Kampfflugzeuge zum Einsatz, die rund um die Uhr startbereit sind.

Auf einem NATO-Gipfel in Ankara wurde beschlossen, die klassische Luftraumüberwachung in eine vollwertige Luftverteidigungsmission umzuwandeln. Dies ermöglicht es, Luftbedrohungen durch NATOs integriertes Luftverteidigungssystem zu bekämpfen. Der Rotationseinsatz der NATO-Verbündeten ist für die nächsten drei Jahre vereinbart worden. Der türkische Einsatz endet im November, während die italienische Luftwaffe die Mission in Litauen übernommen hat.

Kernpunkte:

  • Die türkische Luftwaffe wurde erstmals in Estland stationiert und beteiligt sich an NATOs neu umgewandelter Luftverteidigungsmission im Baltikum und wird vier Monate lang patrouillieren.
  • Auf dem NATO-Gipfel im vergangenen Monat in Ankara, Türkei, wurde beschlossen, dass die zwei Jahrzehnte alte Luftraumüberwachungsmission in Estland und Litauen ab 1. August in eine Luftverteidigungsmission umgewandelt wird.
  • Die Luftverteidigungsmission ermöglicht es, Luftangriffe durch das integrierte Luftverteidigungssystem der NATO abzuwehren.

Quelle: ERR News (Englisch)