Der Iran startete am Freitag Drohnenanschläge auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait und begründete dies als Vergeltung für jüngste US-Angriffe auf die Insel Qeshm, bei denen drei Familienmitglieder getötet wurden. Donald Trump behauptete, eine Einigung zur Entwaffnung der Hamas und zum Rückzug Israels aus Gaza erreicht zu haben, doch Vertreter beider Seiten deuteten auf erhebliche Hürden hin. Israel fordert die vollständige Entwaffnung der Hamas als Vorbedingung, während Hamas-Beamte einer Entwaffnung erst nach Israels Abzug zustimmen wollen.
Die iranischen Anschläge trafen auch Kuwait-Stadt, wobei ein chinesisches Firmengebäude schwer beschädigt und ein Arbeiter getötet wurde. Jordanien schoss fünf iranische Raketen ab, und Ägypten untersuchte Drohnentrümmer nach einem beispiellosen Anschlag auf einen seiner Häfen. Saudi-Arabien bereitet derweil eine größere Militäroffensive gegen die Huthis im Jemen vor und hat zu diesem Zweck eine maritime Verteidigungsallianz von 14 Regionalländern ins Leben gerufen.
Die eskalierende regionale Konfrontation beeinträchtigt den Schiffsverkehr: Nur zwei Tanker passierten die Straße von Hormuz, während 25 Frachtschiffe die Straße von Bab el-Mandab durchfuhren. Europas größte Ölkonzerne meldeten Gewinne in Rekordhöhe: In diesem Quartal verdoppelte sich ihr Gewinn um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 22 Milliarden Euro.
Kernpunkte:
- Der Iran startete am Freitag Drohnenanschläge auf US-Militäreinrichtungen in Kuwait.
- Die Anschläge zielten auf Jägerverstecke, Satellitenkommunikationssysteme und Ausrüstungslager auf dem Luftwaffenstützpunkt Ahmad al-Jaber in Kuwait.
- Die Anschläge waren eine Reaktion auf die jüngste Aggression der USA und den "brutalen Angriff" auf ein Wohnhaus auf der Insel Qeshm.
Quelle: The Guardian (Englisch)
