Litauen und Estland sehen sich mit Russlands sogenannten Grauzone-Taktiken konfrontiert, die mehrdeutige Provokationen statt direkter Invasion beinhalten. Litauen verfügt über Geheimdienstinformationen über geplante russische Anschläge auf Energie- und Transportinfrastruktur, während Estland bereits Grenzverletzungen erlebt hat. Litauens Präsident Gitanas Nausėda und andere baltische Führungspersonen reagieren auf diese Bedrohungen mit konkreten Maßnahmen: Litauen unterzeichnete ein Drohnenkooperationsabkommen mit der Ukraine für gemeinsame Herstellung von Langstreckendrohnen einschließlich möglicher Produktionsverlagerung nach Litauen. Estland hat dagegen eine strikte Schießbefehl-Politik für unmarkierte Grenzenübertreter eingeführt, um die Mehrdeutigkeit zu beseitigen, auf die Russland angewiesen ist. Lettlands Präsident Edgars Rinkēvičs warnte, dass Russland möglicherweise indirekt Artikel 5 und NATOs Reaktionsmechanismen testen könnte. Ein Bericht des International Institute for Strategic Studies deutet darauf hin, dass Russland wahrscheinlich Schattenflottenschiffe für Drohnenanschläge über Europa einsetzt.
Kernpunkte:
- Litauen verfügt über Geheimdienstinformationen, dass Russland Anschläge auf Infrastruktur plant.
- Drei russische Grenzbeamte überquerten bei der Narva-Fluss estnisches Territorium.
- Litauen unterzeichnete ein Drohnenkooperationsabkommen mit der Ukraine, das Mitherstellung, Technologietransfer und gemeinsame Herstellung von Langstrecken-Drohnen, Abfangjägern und Bombern abdeckt.
Quelle: Wes O'Donnel (Englisch)
