Am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine mit Sprengstoff und Zünder ausgestattete Drohne entdeckt. Politische Vertreter wie Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge und CDU-Chef Friedrich Merz sehen darin einen möglichen Anschlag eines Staatsakteurs und fordern dringende Beratungen auf nationaler und NATO-Ebene. Verteidigungsminister Boris Pistorius und andere Sicherheitspolitiker kritisieren Zuständigkeitskonflikte und verlangen verbesserte Abwehrsysteme an allen deutschen Flughäfen.
Das Vorkommnis wird als "neue Qualität der Gefahr" für Deutschland charakterisiert und könnte nach Einschätzung mehrerer Politiker einen "signifikanten und schweren Hybrid-Anschlag" darstellen. Die Drohne war eine handelsübliche Hobbydrohne, die jedoch professionell mit einem Sprengkörper modifiziert worden war. Experten warnen vor einer "diffusen Netzwerk von Verantwortlichkeiten" beim Drohnenschutz und bezeichnen die Situation als "Wettlauf gegen die Zeit".
Kernpunkte:
- Der Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle war ein "signifikanter und schwerer Hybrid-Anschlag".
- Es gibt viele Indizien dafür, dass ein Staatsakteur für den Anschlag verantwortlich ist.
- Falls ein Staatsakteur verantwortlich ist, wäre es "Staatsterrorismus" und erfordert eine klare und konsistente Reaktion Deutschlands.
Quelle: Tagesschau (Deutsch)
