Zaluzhnyi fordert NATO-Transformation, unterstützt aber Bündnis

Valerii Zaluzhnyi, Ukraines Botschafter im Vereinigten Königreich, spricht sich für NATO aus, glaubt aber, dass das Bündnis sich grundlegend wandeln muss, um sich an moderne Kriegsführung und Technologie anzupassen. Er verweist auf Ukraines fortgeschrittene Militärerfahrung aus dem Krieg gegen Russland und argumentiert, dass NATOs aktuelle Doktrin, die auf das Ende des Zweiten Weltkriegs zurückgeht, veraltet ist. Zaluzhnyi war 2019 ein Schlüsselarchitekt von Ukraines Militärreformen zur Erfüllung von NATO-Standards und sieht die Notwendigkeit eines völlig neuen Sicherheitsbündnisses, möglicherweise mit europäischem Schwerpunkt. Ukraines Außenministerium erklärte später, Zaluzhnys Äußerungen zu Ukraines NATO-Beitrittsperspektiven seien aus dem Kontext gerissen worden.

Kernpunkte:

  • Valerii Zaluzhnyi unterstützt die NATO, glaubt aber, dass sie eine umfangreiche Transformation durchlaufen muss.
  • 2019 entwarf Zaluzhnyi Reformen und Änderungen an etwa 37 Legislativakten, um Ukraines strategisches Kommandosystem nach NATO-Prinzipien und Standards umzugestalten.
  • Zaluzhnyi argumentiert, dass die NATO immer noch nach einer Doktrin aus dem Ende des Zweiten Weltkriegs operiert.

Quelle: Ukrainska Pravda (Englisch)