Deutsche Start-ups und Scale-ups, die Drohnenabwehrsysteme entwickeln, stoßen auf erhebliche regulatorische Hürden und mangelnde Testmöglichkeiten im Inland. Viele weichen deshalb nach Osteuropa, in NATO-Staaten oder in die Ukraine aus. Zwar bietet die Bundeswehr einige Testeinrichtungen an, und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt ein nationales Zentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme, doch Unternehmen wie Tytan Technologies, das ein Drohnenabwehrsystem für Bundeswehr-Liegenschaften zusammen mit der BAAINBw entwickelt, kämpfen mit langen Wartezeiten und eingeschränkten Möglichkeiten für kinetische Testverfahren. Bessere Bedingungen finden sie beispielsweise in Dänemark. Diese Situation behindert Innovation in einem kritischen Verteidigungstechnologie-Sektor Deutschlands.
Kernpunkte:
- Stefan Thumann gibt an, dass Testplätze in Deutschland nur Nachteile bieten.
- Tytan Technologies fordert, dass die Verringerung regulatorischer Hürden für Testoperationen eine hohe politische Priorität bleiben muss.
- Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) etablierte die erste permanente Geo-Zone für forschungsbezogene Testoperationen am Flughafen Magdeburg-Cochstedt.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
