Saluschnyj erklärt NATO-Beitritt der Ukraine für unmöglich

Walerij Saluschnyj, Botschafter der Ukraine in Großbritannien, erklärte auf einer Botschafterkonferenz in Kyjiw im August 2026 öffentlich, die Ukraine werde „niemals" der NATO beitreten, und widersprach damit dem offiziellen Staatsziel des Landes. Saluschnyj kritisierte zugleich, dass die NATO in Kategorien vergangener Kriege denke, während zukünftige Konflikte von autonomen und teilautonomen Robotersystemen geprägt sein würden. Die ukrainische Außenministerin distanzierte sich umgehend von den Aussagen und bekräftigte, dass der verfassungsmäßige Kurs zur NATO-Mitgliedschaft unverändert bleibt.

Die Kritik löste eine Debatte aus: Während Heorhij Tychyj von der Präsidialverwaltung erklärte, Saluschnyjs Worte seien aus dem Kontext gerissen worden, und Wolodymyr Ohryzko die NATO-Kritik unterstützte, warf Vitaliy Barvynenko dem Botschafter einen „kompletten Zusammenbruch des Staatsapparats" vor. Kostjantyn Jelisejew hingegen betonte, Saluschnyj wolle das NATO-Ziel nicht aufgeben, sondern das Bündnis zu schnellerer Anpassung drängen.

Kernpunkte:

  • Walerij Saluschnyj erklärte öffentlich, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine unmöglich ist.
  • Der NATO-Beitritt der Ukraine ist ein offizielles Staatsziel.
  • Der NATO-Beitritt der Ukraine ist seit 2019 in der Verfassung verankert.

Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)