Bundestag hält russische Erklärung zum Drohnenvorfall in Leipzig/Halle für unglaubwürdig

Der Geheimdienstausschuss des Bundestags bewertet Russlands Darstellung des Drohnenvorfalls am Flughafen Leipzig/Halle als nicht glaubwürdig. Marc Henrichmann, Mitglied des Ausschusses, führt dies auf einen anhaltenden Vertrauensverlust Russlands im Kontext des Krieges gegen die Ukraine zurück.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen des Verdachts der versuchten Sprengstoffdetonation und der gefährlichen Einmischung in den Luftverkehr. Dabei wurde eine mit Sprengstoff und Zündern ausgestattete Drohne in der Nähe ukrainischer Transportmaschinen entdeckt, die zum Absturz gebracht wurde. Nach der Flughafensperrung kollidierte ein gestartetes Flugzeug mit einem kleineren unbekannten Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem "hybriden" Angriff durch eine "fremde Macht". Russische Stellen in Berlin warnen inzwischen vor "anti-russischer Hysterie" in Deutschland und klassifizieren den Vorfall als Provokation.

Kernpunkte:

  • Der Geheimdienstausschuss des Bundestags hält Russlands Darstellung des Drohnenvorfalls in Leipzig/Halle für nicht glaubwürdig.
  • Marc Henrichmann führt die mangelnde Glaubwürdigkeit auf Russlands anhaltenden Vertrauensverlust im Kontext des Krieges gegen die Ukraine zurück.
  • Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen des Verdachts der versuchten Sprengstoffdetonation und gefährlichen Einmischung in den Luftverkehr.

Quelle: IT Boltwise (Deutsch)