Ein Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle zeigt ein kritisches Versagen bei der Drohnenabwehr: Eine mit hochexplosivem Sprengstoff beladene Drohne drang in den Sicherheitsbereich ein und blieb über mehrere Stunden unentdeckt, bis ein Busfahrer sie zufällig fand. Dies wiederholt sich trotz politischer Versprechungen nach einem ähnlichen Zwischenfall vor zehn Monaten am Flughafen München.
Obwohl Bundesinnenminister und andere Behörden behaupten, die Abwehrmechanismen würden funktionieren, zeigen die Fakten das Gegenteil: Mit den vorhandenen Mitteln konnte die Drohne weder entdeckt noch vom Himmel geholt werden. Die bundesweit eingesetzte Spezialeinheit mit 130 Kräften kann unmöglich alle großen Verkehrsflughäfen dauerhaft schützen, und viele kritische Standorte warten auf zugesagte Ausrüstung des Innenministeriums, die nicht rechtzeitig bereitgestellt wird.
Experten fordern leistungsfähige und nachrüstbare Detektionssysteme, klare Meldewege und ausreichend Personal an allen großen Flughäfen. Die Problematik ist nicht auf Deutschland beschränkt – auch Dänemark, Belgien und Norwegen berichten von Drohnensichtungen an Flughäfen.
Kernpunkte:
- Deutschland ist am Himmel blind.
- In Leipzig erledigte ein Busfahrer den Job der Sicherheitsbehörden.
- Alle großen Verkehrsflughäfen brauchen jetzt leistungsfähige, nachrüstbare Detektionssysteme, klare Meldewege und ausreichend Personal.
Quelle: FAZ (Deutsch)
