Die Nato entwickelt „Kill Web“-Verteidigungssystem an der Ostflanke

Die Nato baut an einem digitalen Gefechtsfeld gegen mögliche russische Bedrohungen. KI-gestützte Drohnen, Sensoren und Satelliten sollen von Finnland bis zum Schwarzen Meer ein engmaschiges Netz bilden, das russische Bedrohungen erkennt und bereits in der ersten Verteidigungslinie abwehrt. Das System, Teil der „Eastern Flank Deterrence Initiative" (EFDI), integriert nationale Systeme in eine mehrstufige Verteidigungszone.

Die Nato nutzt dabei Erfahrungen aus der ukrainischen Verteidigung gegen Russland. Das dezentrale „Kill Web"-Netz soll eine klassische Tötungskette ablösen und ermöglicht es mehreren Waffen, von einer zentralen Datenverbindung zu profitieren – ähnlich wie US-Streitkräfte im Nahen Osten iranische Drohnen koordiniert abwehrten. Über 200 ukrainische Unternehmen entwickeln bereits KI-Komponenten für Drohnen, Raketen und Radare.

Obwohl Maschinen Aufklärung und Zielerfassung übernehmen, bleibt die Entscheidung zum Angriff beim Menschen.

Kernpunkte:

  • Die Nato baut an einem gigantischen digitalen Gefechtsfeld für einen möglichen Krieg mit Russland.
  • KI-gestützte Drohnen, Sensoren und Satelliten sollen an der Ostflanke des Bündnisses ein engmaschiges Netz bilden, das russische Bedrohungen erkennen und dabei helfen soll, sie möglichst schon in der ersten Verteidigungslinie abzuwehren.
  • Der Bundeswehr-Brigadegeneral Thomas Lowin hatte im Interview mit WELT im Januar erstmals von den Plänen berichtet.

Quelle: Welt (Deutsch)