Polen startet Fregatte Wicher zu Wasser und verstärkt Baltikum-Präsenz

Die polnische Marine hat ihre größte Überwasserkampfeinheit seit der Zwischenkriegszeit, die Fregatte Wicher, in der Danziger Bucht zu Wasser gelassen. Das Schiff wurde von PGZ Stocznia Wojenna in Gdynia gebaut und ist das erste von drei Mehrzweckfregatten des Miecznik-Programms. Der Stapellauf fand in Anwesenheit von Polens Präsident Karol Nawrocki statt. PGZ-Chef Adam Leszkiewicz bezeichnete das Projekt als einen der wichtigsten Meilensteine für die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit der polnischen Marine.

Die neuen Fregatten basieren auf Babcock Internationals Arrowhead-140-Design und sind deutlich leistungsfähiger als die beiden älteren Oliver-Hazard-Perry-Klasse-Fregatten, die Polen aus den USA übernommen hat. Mit einer Länge von 138 Metern, einer Besatzung von etwa 120 Personen und einer Reichweite von etwa 8.000 Seemeilen verfügen sie über fortschrittliche Sensoren von Thales, das CAMM-Flugabwehrsystem und MU90-Torpedos für die U-Boot-Bekämpfung.

Das Programm ist Teil einer umfassenden Modernisierungsstrategie der polnischen Marine, um die wachsende russische Bedrohung in der Ostsee zu bewältigen und die Fähigkeiten zur Unterstützung von hochmodernen NATO-Marineoperationen zu verbessern. Der zweite Schiff Burza soll 2027 zu Wasser gehen und 2030 in Dienst gestellt werden, während das dritte Schiff Huragan 2028 folgen soll.

Kernpunkte:

  • Die polnische Marine hat ihre größte Überwasserkampfeinheit seit der Zwischenkriegszeit zu Wasser gelassen.
  • Die Fregatte Wicher wurde heute zu Wasser gelassen.
  • Das Schiff wurde lokal nach einem britischen Design gebaut, ist das erste von drei und Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms der polnischen Marine.

Quelle: TWZ (Englisch)