Deutschland bleibt trotz Zusagen schlecht gegen Drohnen geschützt

veröffentlicht am

Die Drohnenabwehrfähigkeiten Deutschlands werden als gefährlich unzureichend kritisiert, obwohl die Bundesregierung zusätzliche Mittel bereitstellt und eine spezielle Einheit aufgebaut wird. Nach Drohnenvorfällen in Leipzig, bei denen ein sprengstoffbeladenes Fluggerät an einem ukrainischen Frachtflugzeug abprallte und ein anderes mit einem anfliegenden Flugzeug kollidierte, fordern Innenminister der Länder nun eine Sondersitzung der Innenministerkonferenz. Während die Bundesregierung im vergangenen Jahr 30 Millionen Euro und dieses Jahr 50 Millionen Euro für Drohnenabwehrtechnologie zur Verfügung gestellt hat und die spezielle Einsatzeinheit von anfangs 130 auf 300 Polizisten erweitert werden soll, zeigen sich Fachleute skeptisch über die Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Das Drohnenabwehrzentrum in Berlin ist seit seiner Eröffnung auffallend unauffällig, und acht Verkehrsflughäfen sollen gemäß dem Kritis-Dachgesetz mit Technik und Personal geschützt werden, während die Bundespolizei von insgesamt 13 Flughäfen mit Drohnenabwehrtechnik spricht.

Kernpunkte:

  • Deutschland bleibt gefährlich schlecht gegen Drohnen geschützt.
  • Eine sprengstoffbeladene Drohne ist in Leipzig offenbar an einem ukrainischen Frachtflugzeug abgeprallt und explodierte nicht aufgrund eines technischen Fehlers.
  • Eine andere Drohne kollidierte in Leipzig offenbar mit einem anfliegenden Flugzeug, das auf einen anderen Flughafen auswich.

Quelle: Tagesspiegel (Deutsch)