Russland verliert Mittelmeer-Präsenz erstmals seit über einem Jahrzehnt

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Russland hat seine Marinepräsenz im Mittelmeer zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren vollständig aufgegeben. Grund dafür sind massive NATO-Operationen gegen Russlands sogenannte Schattenflotte von sanktionierten Öltankern, auf die das Land zur Finanzierung seines Krieges angewiesen ist. Die NATO-Staaten Frankreich, Belgien, Deutschland, Estland und Finnland haben in den vergangenen sechs Monaten 13 Schiffe dieser Schattenflotte durchsucht und beschlagnahmt, was Russlands Kriegsschiffe zwingt, Öltanker zu schützen statt in traditionellen Einsatzgebieten zu operieren.

Putins Marine steht unter enormem Druck: Wladimir Putin ist gezwungen, dauerhaft die Fregatte Neustraschimy in den Ärmelkanal zu verlegen. Zusätzlich fehlen Russland verfügbare Tanker zur Hochseeversorgung seiner Kriegsschiffe, was deren Einsatzradius stark einschränkt. Die Königliche Marine überwachte russische Marine- und Schattenflottenaktivitäten im Juli um 25 Prozent häufiger als im Vorjahr.

In Syrien verliert Russland die Kontrolle: Unter dem gestürzten Präsidenten Baschar al-Assad wird Damaskus innerhalb von drei Monaten die Kontrolle über zentrale Teile der russischen Militärstützpunkte Hmeimim und Tartus zurückgewinnen. Als Ausgleich plant Russland die Erweiterung eines Marinestützpunktes im libyschen Hafen Tobruk und will die Infrastruktur an sechs libyschen Flugplätzen finanzieren.

Kernpunkte:

  • Russland hat erstmals seit über einem Jahrzehnt keine Marinepräsenz mehr im Mittelmeer.
  • Die NATO bedroht Russlands Schattenflotte sanktionierter Öltanker.
  • Russland war gezwungen, Schiffe aus dem Mittelmeer abzuziehen, um Öltanker zu schützen.

Quelle: Kreisbote (Deutsch)