Russische Drohnen und Marineflugkörper durchdringen zunehmend NATO-Territorium, was das Eskalationsrisiko zwischen Russland und dem Bündnis verschärft. Rumänien, Polen und Lettland erlebten mehrere Zwischenfälle: Eine Seekriegsdrohne näherte sich der rumänischen Ölplattform "Neptun Deep" in der Schwarzmeeres an, wurde aber von F-16-Kampfjets abgeschossen. Ein verdächtiges russisches Luftfahrzeug drang in rumänischen Luftraum ein und wurde von einem spanischen F-18-Jäger abgeschossen. Ein russischer Marineflugkörper KH-101 explodierte auf polnischem Territorium. Ein italienischer Jäger schoss eine Drohne über Lettland ab, die später als ukrainisch identifiziert wurde.
Laut dem International Institute for Strategic Studies führt Russland eine koordinierte Drohnenkampagne durch, um NATOs Luftabwehr- und politische Reaktionsgrenzen zu testen – eine Strategie, die als "Aufklärung durch Kampf" bezeichnet wird. Russland setzt zudem Störungen des Funkverkehrs, GPS-Manipulationen und Cyberangriffe entlang der NATO-Ostflanke ein. Die NATO hat einen kontinuierlichen Verteidigungsraum in Luft, Land und See aufgebaut, während zuverlässige direkte Kontakte zwischen der NATO-Zentrale in Brüssel und Russland für kritische Zwischenfälle bestehen bleiben.
Kernpunkte:
- Russische Drohnen und Marineflugkörper dringen verstärkt in NATO-Gebiet ein.
- Eine Seekriegsdrohne näherte sich der rumänischen Ölplattform Neptun Deep in der Schwarzmeeres.
- F-16-Kampfjets schossen die Seekriegsdrohne ab.
Quelle: NZZ (Deutsch)
