CIA-Direktor John Ratcliffe führte eine geheime Mission nach Moskau durch. Die Sicherheitsexpertin Hanna Notte vermutet, dass es dabei primär um Eskalationsrisiken im Ukraine-Krieg und mögliche Hybrid-Operationen gegen den Westen ging, um Russland vor weiterer Eskalation zu warnen. Nach Notte verfolgt Russland derzeit eine Strategie der konventionellen Eskalation mit ballistischen Raketen und zielt darauf ab, den Krieg zu verlängern, um Ukraine durch einen weiteren harten Winter bis Frühjahr 2027 zu Zugeständnissen zu zwingen.
Notte zufolge intensiviert Russland Hybrid-Anschläge gegen europäische Länder, um Rüstungslieferanten unter Druck zu setzen, da es Europa als strategisches Hinterland der Ukraine betrachtet. Die Hybrid-Strategie sei aus russischer Perspektive attraktiv, weil sie kostengünstig ist und bislang keine große Eskalation ausgelöst hat. Allerdings warnt Notte davor, dass dieser Krieg für Russland mittelfristig eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Katastrophe darstellt und das Land zunehmend von China abhängig wird.
Kernpunkte:
- CIA-Direktor John Ratcliffe war auf einer geheimen Mission in Moskau.
- Hanna Notte glaubt, dass es bei der Mission hauptsächlich um Eskalationsrisiken im Ukraine-Krieg, möglicherweise auch um Hybrid-Operationen gegen den Westen, mit dem Ziel einer Eskalationswarnung ging.
- Hanna Notte glaubt, dass eine nukleare Eskalation für Russland zu viele Risiken birgt.
Quelle: Die Presse (Deutsch)
