Kreml bereitet offenbar neue Mobilisierungswelle vor

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In Russland wächst die Angst vor einer neuen Mobilmachungswelle, obwohl noch kein offizielles Dekret erlassen wurde. Militärische Vorbereitungen, Berichte des ukrainischen Geheimdienstes und zunehmender Druck auf potenzielle Rekruten wecken Erinnerungen an die chaotische Teilmobilmachung im Herbst 2022. Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj behauptet, Russland bereite die Rekrutierung von etwa 300.000 zusätzlichen Soldaten vor. Bereits beobachtet wird eine stille Auswanderungswelle potentieller Rekruten in Länder wie Armenien, Georgien und Kasachstan. Nach britischen Angaben flohen nach der letzten offiziellen Teilmobilmachung etwa 900.000 Männer aus Russland. Der Guardian berichtet von monatlichen russischen Verlusten in der Größenordnung von etwa 30.000 Soldaten. In mehreren russischen Regionen wurden laut Sicherheitskreisen Übungen durchgeführt. Im ersten Halbjahr 2026 kamen etwa 417.000 Russen nach Armenien, wo Immobilienmakler von steigender Nachfrage und deutlich höheren Preisen berichten.

Kernpunkte:

  • In Russland wächst die Angst vor einer neuen Mobilmachungswelle.
  • Der Kreml hatte die Teilmobilmachung verkündet und offiziell 300.000 Reservisten einberufen.
  • Nach britischen Regierungsangaben flohen in der Folge rund 900.000 Männer aus Russland.

Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)