Der Autor kritisiert, dass Abschreckung und Aufrüstung zu Eskalation statt zu Frieden führen. Er argumentiert, dass Deutschland mit seiner 'Zeitenwende' Rüstungsausgaben prioritiert, während zentrale Sozialprogramme gestrichen werden: die Kindergrundsicherung fiel weg, das Bürgergeld wurde reduziert, und die Alterssicherung ist gefährdet. Dabei verweist der Autor auf historische Fakten: Während russische Soldaten nie ein westeuropäisches Land überfallen haben, wurde Russland sechsmal aus Westeuropa und viermal speziell aus Deutschland angegriffen. Der Autor plädiert dafür, den Sozialstaat zu stärken und Vermögensungleichheit zu bekämpfen, um nachhaltigen Frieden zu erreichen – nach dem Prinzip 'Si vis pacem cole iustitiam' statt 'Si vis pacem para bellum'. Hochrüstung verschärfe die soziale Ungleichheit, da sie von Armen finanziert wird, während Vermögende von ihr profitieren.
Kernpunkte:
- Abschreckung und Aufrüstung sorgen selten für Frieden, sondern befeuern weitere Eskalation.
- Wer das verhindern will, muss den Sozialstaat stärken.
- Russische Soldaten nie ein westeuropäisches Land überfallen haben.
Quelle: taz (Deutsch)
