Deutschland schließt russisches Generalkonsulat in Bonn – Moskau kündigt Gegenmaßnahmen an

veröffentlicht am

Die Bundesregierung hat die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn zum 18. September angekündigt und will das deutsch-russische Kulturabkommen von 2011 beenden. Grund ist ein Drohneneinsatz mit Sprengstoff Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs und eines DHL-Frachtflugzeugs.

Russischer Botschafter Sergey Nechayev und Präsident Wladimir Putin wiesen die deutschen Vorwürfe scharf zurück und bezeichneten sie als unbegründet und absurd. Putin kritisierte die Entscheidung als gravierenden Fehler, der den Interessen Deutschlands schadet. Außerdem kündigte Moskau eine angemessene Antwort an, die es "nach eigenem Ermessen" gestalten werde, wie Vizeaußenminister Alexander Grushko erklärte. Außensprecherin Maria Zakharova argumentierte, Deutschland eskaliere ohne Beweise und unter vorgetäuschtem Vorwand.

Kernpunkte:

  • Die Bundesregierung hat beschlossen, das russische Generalkonsulat in Bonn zum 18. September zu schließen.
  • Die Bundesregierung beschloss die Schließung des russischen Generalkonsulats wegen eines Drohnenvorfalls Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle.
  • Der russische Botschafter in Deutschland Sergey Nechayev lehnte Berlins Vorwürfe der Moskauer Verwicklung als unbegründet und absurd ab.

Quelle: TASS (Englisch)