Die Hackergruppe Rhysida attackierte im August die Berliner Senatsverwaltung, erbeutete 1,44 Millionen sensitive Dateien und veröffentlichte diese nach gescheiterter Lösegelderpressung im Darknet. Der Angriff gilt als einer der schwerwiegendsten IT-Sicherheitsfälle der deutschen Geschichte mit erheblichen Konsequenzen für nationale Sicherheit und Bundeswehr. Die geleakten Daten umfassen Pläne kritischer Infrastruktur, Militäreinrichtungen und Zivilschutzunterlagen.
Sicherheitsexperte Manuel Atug wirft dem Berliner Senat "grobe Fahrlässigkeit" vor. Berlins Digital-Staatssekretär Florian Hauer behauptet hingegen, dass nur niedrig klassifizierte Daten betroffen seien und keine für nationale Sicherheit wichtigen Informationen gestohlen wurden. CDU-Bundestagsmitglied Roderich Kiesewetter betont hingegen die absolute Ernstheit des Vorfalls für die nationale Sicherheit.
Rhysida ist eine seit Mitte 2021 bekannte Ransomware-Gruppe, die weltweit fast 280 Attacken seit Juni 2023 beansprucht hat. Der Zugang zum Berliner Netz erfolgte vermutlich via Phishing-E-Mail im August; die Senatsverwaltung bemerkte den Angriff am 14. August.
Kernpunkte:
- Die kriminelle Gruppe Rhysida attackierte die Berliner Senatsverwaltung im August.
- Rhysida absorbierte große Datenmengen aus der Berliner Senatsverwaltung.
- Die verwendete Ransomware trägt den Namen Rhysida und ist seit Mitte 2021 den Sicherheitsbehörden bekannt.
Quelle: bundeswehr-journal (Deutsch)
