Die Terroranschläge vom 11. September wirken ein Vierteljahrhundert später in Deutschland nach. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte den USA damals „uneingeschränkte Solidarität" zu, woraufhin die Bundeswehr nach Afghanistan entsandt wurde. Zwei Jahrzehnte Einsatz forderten 60 Tote und mehrere tausend Verwundete und traumatisierte Soldaten, bevor die Amerikaner sich zurückzogen und die Taliban die Kontrolle übernahmen.
Laut Christoph Heinzle hat 9/11 das Sicherheitsempfinden nachhaltig erschüttert und militärische Abhängigkeit von den USA gefestigt. Gesellschaftlich führte die Unsicherheit zu wachsendem Misstrauen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, besonders Muslimen. Während Skepsis berechtigt sein kann, warnt Heinzle vor pauschaler Verdächtigung. Nach den Wahlerfolgen der AfD fragen sich viele, ob Deutschland noch der richtige Ort zum Leben ist.
Kernpunkte:
- Die Anschläge vom 11. September haben weiterhin politische und gesellschaftliche Auswirkungen.
- Unser Sicherheitsgefühl ist nachhaltig erschüttert worden.
- Bundeskanzler Gerhard Schröder versprach den USA vor 25 Jahren „uneingeschränkte Solidarität".
Quelle: Tagesschau (Deutsch)
