Die gestiegenen Benzinpreise in den USA sind nicht primär auf höhere Rohölkosten zurückzuführen, sondern auf einen globalen Engpass bei der Raffinierungskapazität. Obwohl weltweit ausreichend Rohöl vorhanden ist, fehlt es an Infrastruktur, um dieses in Brennstoff umzuwandeln. Dieses strukturelle Problem ist Folge jahrzehntelanger Unterinvestitionen, strenger Regulierung und geopolitischer Spannungen im Nahen Osten, die ein System ohne Reservekapazitäten zusätzlich belasten.
Die USA haben seit Jahrzehnten keine neue große Raffinerie gebaut, während europäische Anlagen wegen Umweltauflagen geschlossen wurden. Ohne eine Neubewertung der Raffinierung als kritische Infrastruktur wird sich die Engpasssituation weiter verschärfen, was letztlich zu höheren Spritpreisen für Haushalte und Unternehmen führt.
Kernpunkte:
- Steigende US-Benzinpreise sind nicht allein durch Ölpreise erklärbar.
- Der primäre Engpass liegt in der Raffinierungskapazität.
- Global ist genug Rohöl vorhanden, aber die Kapazität zur Kraftstoffproduktion ist unzureichend.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)
