Pistorius befiehlt Zwangsabordnung von Soldaten nach Litauen, BSW protestiert

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Verteidigungsminister Boris Pistorius ordnet an, dass Bundeswehrsoldaten künftig auch ohne freiwillige Meldung zur Verstärkung der Nato-Ostflanke nach Litauen abkommandiert werden können. Von den rund 4800 geplanten Soldaten der Panzerbrigade 45 sind bereits etwa 80 Prozent der Dienstposten durch Freiwillige besetzt; ein mittlerer dreistelliger Bereich von Soldaten soll nun verpflichtet werden, um Engpässe in Bereichen wie Logistik und IT zu schließen.

Die BSW-Politikerin Friederike Benda kritisiert die Maßnahme scharf und wirft dem Verteidigungsministerium vor, das "Märchen von der Freiwilligkeit" zu entlarven. Sie argumentiert, der Einsatz sei ursprünglich mit üppigen, steuerfreien Auslandszuschlägen als rein freiwilliges Engagement beworben worden. Das BSW sieht in der Entscheidung das Ende eines gegebenen Versprechens und warnt vor einer möglichen Eskalation bis zur Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Kernpunkte:

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius will Bundeswehrangehörige ab sofort auch ohne freiwillige Meldung an die Nato-Ostflanke abordnen.
  • Das BSW sieht darin das Ende eines Versprechens.
  • Deutschland stationiert erstmals seit 1945 dauerhaft einen kompletten Großverband im Ausland.

Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)