Die Hafenbranche an Nord- und Ostsee warnt vor einer deutlich verschärften Bedrohungslage. Florian Keisinger, Geschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Schifffahrt, spricht von einer erheblich intensivierten Bedrohungssituation für deutsche Seehäfen, die Ziele von Cyberangriffen, Spionage und Sabotage sind. Norman Zurke, Geschäftsführer der Hafenwirtschaftsvereinigung Hamburg, sieht die größte aktuelle Gefahr in Cyberangriffen. Die Logistikbranche ist bereits von Sabotageakten betroffen, wie die Sabotage von Korvetten der Deutschen Marine in der Hamburger Werft Blohm+Voss im vergangenen Jahr zeigt.
Im Konfliktfall müssten Logistikketten auch Militärtransporte über die Häfen unterstützen, da die NATO-Verteidigungsallianz Militärfahrzeuge, Truppen und Material über Seehäfen transportieren würde. Der Schutz kritischer Infrastruktur ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die verstärkte Investitionen erfordert. Die Hafenwirtschaft fordert eine stärkere Beteiligung des Bundes an diesen Schutzmaßnahmen. Die Bundeswehr wird vom 24. bis 26. September eine Übung in Hamburg durchführen.
Kernpunkte:
- Die Hafenwirtschaft an Nord- und Ostsee warnt vor einer deutlich verschärften Bedrohungslage.
- Vertreter deutscher Seehäfen identifizieren Seehäfen als Ziele von Cyberangriffen, Spionage und Sabotage.
- Im Konfliktfall müssten Logistikketten auch Militärtransporte über die Häfen unterstützen.
Quelle: IT Boltwise (Deutsch)
