In der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta sind bei der Verlegung von Hunderten Migranten zu einem neuen Aufnahmezentrum Tumulte ausgebrochen. Die Polizei begleitete die Menschen morgens zu Fuß über etwa zwei Kilometer zum Hafen, wo das neue Zentrum Platz für rund 1.800 Menschen bietet. Teile der Gruppe begannen zunächst zu laufen und später zu rennen, woraufhin die Polizei mit zusätzlichen Kräften die Menge unter Kontrolle bringen musste.
Diese Verlegung ist Teil der Bemühungen der spanischen Regierung, die Migrationskrise zu bewältigen. Am 30. und 31. Juli waren nach Regierungsschätzung bis zu 80.000 Migranten von Marokko nach Ceuta gekommen. Der Nationale Gerichtshof in Madrid lehnte einen Antrag der Polizeigewerkschaft SUP auf vorläufige Aussetzung des Betriebs ab. Das spanische Verkehrsministerium hatte bereits Anfang September einen Teil des Hafens unter seine Kontrolle gebracht.
Kernpunkte:
- Es ist in der spanischen Nordafrika-Exklave zu Tumulten gekommen.
- Die Menschen wurden morgens von der Polizei zu Fuß über eine Strecke von rund zwei Kilometern zum Hafen begleitet.
- Dort bietet das neue Aufnahmezentrum Platz für rund 1.800 Menschen.
Quelle: Tagesspiegel (Deutsch)
