CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisiert das Treffen von Außenminister Johann Wadephul mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York scharf und argumentiert, dass ein Telefonat das gleiche Ergebnis gebracht hätte. Lawrow selbst signalisierte nach dem Gespräch, dass kein Fortschritt erzielt wurde und verwies darauf, dass Wadephul ihn hätte einfach anrufen können. Grünen-Chefin Franziska Brantner kritisierte Lawrows Reaktion als Zeichen fehlenden Friedenswillens Putins, während SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner das Treffen als wichtiges diplomatisches Signal würdigte.
Auf militärischer Seite melden ukrainische Streitkräfte Erfolge im Donbass: Kommandeur Andrij Biletzkyj des 3. Armeekorps veröffentlichte ein Video aus der von Putin kürzlich als erobert verkündeten Kleinstadt Swjatohirsk, das zeigt, dass die Stadt noch unter ukrainischer Kontrolle ist. Das Korps berichtet von Fortschritten seiner seit Monaten laufenden Gegenoffensive „Vivaldi". Unterdessen versorgen ukrainische Drohnen die von russischen Truppen belagerte Stadt Oleschky mit Lebensmitteln, nachdem Kremlsprecher Dmitri Peskow die kritische Lage dort eingestand.
Russland setzt sein Bombardement fort: Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von über 2200 Drohnenangriffen in der vergangenen Woche, darunter Anschläge auf die Hafenstadt Odessa und die Ölraffinerie Ilsky in Russland. Selenskyj kündigte an, dass die USA Lizenzen für die ukrainische Produktion von Patriot-Raketen genehmigt haben, und fordert von Partnern weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung.
Kernpunkte:
- CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisiert das Treffen von Außenminister Johann Wadephul und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow scharf.
- Kiesewetter sagte, ein Telefonat wäre klüger gewesen und das Ergebnis bleibe das Gleiche.
- Ukrainische Truppen haben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die abgeriegelte Stadt Oleschky gebracht.
Quelle: FAZ (Deutsch)
