Etwa 200 Cottbuser Schüler streiken gegen Wehrpflicht und Kriegskurs

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Rund 200 Jugendliche aus verschiedenen Cottbuser Schulen beteiligten sich am vierten Schulstreik der Initiative Schulstreik gegen Wehrpflicht Cottbus. Sie protestierten gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht, bereits eingeführte Musterungen und den Kriegskurs der Bundesregierung. Schüler des Max-Steenbeck-Gymnasiums und des Ludwig-Leichhardt-Gymnasiums zogen in einer Zubringerdemo zum Altmarkt.

Bundesweit beteiligten sich rund 45.000 Schülerinnen und Schüler in mehr als 110 Städten an ähnlichen Protesten am selben Tag. Der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt rief öffentlich zum Streik auf und kritisierte Reaktionen einzelner Schulleitungen als unvereinbar mit demokratisch orientierter Bildung. Nelly Desi Molina von der Initiative bezeichnete eingeführte Zwangsmusterungen als Eingriff in die Selbstbestimmung. Veit Nowka kündigte an, dass dies nicht der letzte Streik sein werde, und Cottbuser Schüler planen die Teilnahme an Kundgebungen in Berlin am 2. und 3. Oktober.

Umstritten ist die Reaktion von Schulleiter Matthias König vom Max-Steenbeck-Gymnasium, dem die Initiative vorwirft, einem Schüler mit dreiwöchiger Suspendierung gedroht zu haben, nachdem dieser Flyer verteilt hatte. König erklärte, kein Ausschlussverfahren eingeleitet zu haben, sondern nur über die Möglichkeit eines Ausschlusses informiert zu haben. Das Bildungsministerium stellte klar, dass Flyer auf dem Schulgelände verteilt worden waren und Teilnahme an Demonstrationen während Unterrichtszeit als unentschuldigtes Fehlen gilt.

Kernpunkte:

  • Rund 200 Jugendliche aus verschiedenen Cottbuser Schulen beteiligten sich am Schulstreik.
  • Die Initiative Schulstreik gegen Wehrpflicht Cottbus organisierte den Schulstreik.
  • Die Jugendlichen protestierten gegen die Pläne zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, die bereits eingeführten Musterungen und den Kriegskurs der Bundesregierung.

Quelle: Niederlausitz aktuell (Deutsch)