Ermittlungen gegen Soldaten des Sanitätsregiments 1 nach Vorwürfen von Sexualübergriffen

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Die Bundeswehr untersucht schwere Vorwürfe gegen Soldaten des Sanitätsregiments 1 in Weißenfels. Neun Soldaten wurde der Zutritt zur Kaserne untersagt, gegen acht läuft ein Disziplinarverfahren. Die Ermittlungen befassen sich mit Vorwürfen von Sexualübergriffen, Drogenmissbrauch und mangelhaftem Umgang mit Beschwerden. Mindestens ein mutmaßliches Opfer war zum Zeitpunkt der Vorfälle noch minderjährig. Auch Vorgesetzte stehen unter Verdacht, ein Klima der Pflichtverletzung gefördert zu haben. Fünf Fälle wurden bereits an die zivile Staatsanwaltschaft abgegeben. Die Ermittlungen haben bislang 45 Menschen befragt, weitere Befragungen im dreistelligen Bereich sind geplant. Die frühere Wehrbeauftragte Eva Högl dokumentierte in ihrem Jahresbericht 2024 insgesamt 376 meldepflichtige Ereignisse vermuteter Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bei der Bundeswehr. Eine wissenschaftliche Studie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften untersucht die Ursachen von sexuellem Fehlverhalten.

Kernpunkte:

  • Neun Soldaten dürfen sich nicht mehr in der Kaserne des Sanitätsregiments 1 in Weißenfels aufhalten.
  • Gegen acht Militärangehörige wurden Disziplinarverfahren eingeleitet.
  • Fünf Fälle aus den Ermittlungen wurden an die zivile Staatsanwaltschaft abgegeben.

Quelle: Berliner Zeitung (Deutsch)