Drohne löst Luftalarm in Litauen aus und verschärft Spannungen an NATOs Ostflanke

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Litauen erlebte einen roten Luftalarm in drei Distrikten einschließlich Kaunas, nachdem eine vermutlich aus Polen kommende Drohne in seinen Luftraum eindrang. Der Flughafen Kaunas stellte den Betrieb ein und NATO-Jagdflugzeuge starteten. Mögliche Trümmerteile wurden später in der Nähe von Juodžionys gefunden und beschädigten ein Zivilfahrzeug. Litauens Präsident Gitanas Nauseda warnte, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine auf die östliche Flanke der NATO und der EU überschwappt.

Litauen und Polen kündigten eine gemeinsame Untersuchung an. Die Ukraine entschuldigte sich durch ihren Außenamtssprecher Heorhij Tychyj für mögliche Störungen und erklärte, dass russische Störmaßnahmen ukrainische Drohnen vom Kurs abgebracht hätten. Parallel meldete Litauen einen versuchten Brandanschlag auf eine Anlage mit Starlink-Satellitenausrüstung. In anderen europäischen Staaten wurden intensivierte Sabotageakte an Starlink-Infrastruktur berichtet, die von der Ukraine für ihre Verteidigung genutzt wird.

US-Außenminister Marco Rubio dementierte Berichte, wonach das Weiße Haus eine Drosselung von Starlink angeordnet habe. Inzwischen verstärkte Russland weiterhin Luftangriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur, während ukrainische Drohnenangriffe wiederholte Flugverspätungen in Moskau und St. Petersburg verursachten.

Kernpunkte:

  • Ein Luftalarm der Stufe „Rot" wurde in drei Distrikten Litauens, einschließlich Kaunas, kurz nach sieben Uhr morgens ausgelöst.
  • Der Flughafen Kaunas musste seinen Betrieb einstellen.
  • NATO-Jagdflugzeuge starteten.

Quelle: Die Presse (Deutsch)