Europas Politiker müssen ihre eigenen Probleme lösen, nicht nur Russland beschuldigen

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Während Russland in europäische Politik einmischt, entstehen die Hauptprobleme des Kontinents aus inneren Schwächen: wirtschaftliche Stagnation, fehlende politische Lösungen und Vertrauensverlust der Bevölkerung. Europäische Länder müssen diese hausgemachten Probleme selbst angehen, statt sich nur auf externe Bedrohungen zu konzentrieren. Nur so lässt sich der wachsende Populismus wirksam bekämpfen. Zwar stört Russland Wahlen und verbreitet über Trollfabriken Desinformation in sozialen Netzwerken, aber diese Einflussnahme ist weniger wirkmächtig als westliche Politiker oft darstellen. Menschen werden von russischer Propaganda nur dann beeinflusst, wenn sie ihren eigenen Institutionen misstrauen. Beispiele wie die Wahlen in Lettland zeigen, dass proukrainische Kräfte trotz russischer Störversuche siegen können. Europa wird nur dann schwach, wenn es zerstritten ist und sich nach innen wendet. Europäische Politiker müssen aufhören, ihre Versäumnisse durch Beschuldigung äußerer Umstände zu rechtfertigen, und stattdessen echte Reformen durchsetzen.

Kernpunkte:

  • Russland habe sich in das Brexit-Referendum vor zehn Jahren eingemischt
  • Andy Burnham sagte das als erster britischer Premierminister
  • Russland mischt sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit in die europäische Politik ein

Quelle: NZZ (Deutsch)