In einem neuen Podcast des Verteidigungsministeriums diskutieren General Dr. Christian Freuding, Generalinspekteur der Streitkräfte, und Professor Moritz Schularick vom Kieler Institut für Weltwirtschaft, wie die Bundeswehr ihre 100-Milliarden-Euro-Sondermittel optimal einsetzen kann. Zentral sind Fragen zur Balance zwischen bemannten und unbemannten Systemen, zur Skalierbarkeit der Produktion und zur europäischen Rüstungsintegration.
Beiden Gesprächspartnern ist gemeinsam, dass sie die eskalierende Bedrohung durch Russland als dringende Herausforderung für Deutschlands Verteidigungsfähigkeit sehen. Sie diskutieren unterschiedliche Ansätze: Während Freuding für eine intelligente Mischung plädiert, statt starre Prozentvorgaben für manned versus unmanned Systems vorzugeben, argumentiert Schularick für eine intensivere Fokussierung auf unbemannter Technologie. Gleichzeitig thematisieren sie die Notwendigkeit, deutsche Rüstungskapazitäten zu erhöhen und über Vorhalteverträge sowie Innovationsklauseln industrielle Bereitschaft und technologischen Fortschritt zu sichern.
Kernpunkte:
- Kollegen von General Freuding in der britischen Armee planen künftig, 20 Prozent ihres Budgets auf bemannte und 80 Prozent auf unbemannte Systeme zu verwenden.
- Das deutsche Beschaffungsbudget spiegelt dieses Verhältnis nicht wider und zeigt die umgekehrte Proportion.
- General Freuding hält eine strikte prozentuale Aufteilung zwischen bemannten und unbemannten Systemen für unangemessen und befürwortet eine intelligente Mischung.
Quelle: Bundeswehr (YouTube) (Deutsch)
