Die Politikwissenschaftlerin Gerlinde Groitl, Gastprofessorin am Henry-Kissinger-Center, sagt in einem Interview, dass die USA eine klare Strategie brauchen, um ihre globale Macht zu bewahren. Sie bewertet die transatlantischen Beziehungen derzeit mit einer Note von 3 auf einer Skala von 1 bis 10 und spricht von einer tiefgreifenden Krise, trotz fortlaufender militärischer Zusammenarbeit. Groitl sieht die Notwendigkeit, die transatlantische Beziehung auf der Grundlage gemeinsamer Interessen in einer komplexen Welt zu erneuern, wobei sie China und Russland als systemische Rivalen einordnet. Europa müsse sich intern stärken und Deutschland benötige geopolitisches Denken.
Kernpunkte:
- Wenn die USA Weltmacht bleiben wollen, brauchen sie unbedingt eine klare Strategie.
- Die transatlantischen Beziehungen sind in der Krise.
- Nur noch 42 Prozent der Europäer vertrauen laut einer Bertelsmann-Umfrage den USA als Partner.
Quelle: NZZ (Deutsch)
