Nach einem beinahe-Unfall mit einer sprengstoffbeladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle werden Mängel in der Drohnenabwehr an deutschen Großflughäfen deutlich. Die Verantwortung ist fragmentiert zwischen Bundespolizei, Länderpolizeien und Bundeswehr verteilt, was zu Forderungen nach zentralisierter Autorität führt. CDU-Politiker Thomas Röwekamp fordert eine Zentralisierung unter dem Bundesinnenministerium oder der Bundespolizei, während Brandenburgs Innenminister Jan Redmann eine rechtliche Grundlage auf Landesebene für die Befugnisse von Betreibern kritischer Infrastrukturen anstrebt.
Die Bundespolizei verfügt bislang nicht an allen Großflughäfen über Technologie zur Drohnendetektierung und -abwehr. Die Technologie wird derzeit beschafft. Mobile Drohnenabwehrsysteme können von der Bundespolizei je nach Bedarf angefordert werden. Im vergangenen Jahr wurde eine Drohnenabwehreinheit innerhalb der Bundespolizei etabliert, und die Koalition änderte das Luftsicherheitsgesetz. Das neu gegründete Drohnenabwehrzentrum konnte allerdings nicht verhindern, dass die Drohne in das Gelände des Flughafens Leipzig/Halle eindrang.
Kernpunkte:
- Der Flughafen Leipzig/Halle ist offenbar knapp einer Katastrophe entgangen.
- Die Bundespolizei verfügt noch nicht an allen Großflughäfen über die Technologie zur Drohnendetektierung und -abwehr.
- Die Technologie wird derzeit beschafft, nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums.
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