Russland beschießt Kiew mit ballistischen Raketen und droht Ausweitung der Luftangriffe

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Russland hat Kiew und weitere ukrainische Regionen erneut mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei Zivilisten getötet. Außenminister Sergei Lavrov kündigte eine Ausweitung der Luftangriffe auf Ziele an, die Kiews Kriegsmaschinerie von Westen aus versorgen. Russland forderte die USA und die Türkei auf, sich zu Berichten über mögliche Waffenlieferungen an die Ukraine zu äußern, und erklärte das Forschungsinstitut Osteuropa der Universität Bremen zur unerwünschten Organisation.

Die Angriffe forderten erhebliche Opfer: Im Juli starben mindestens 337 Zivilisten und 2160 wurden verletzt – 30 Prozent mehr als im Juni und 70 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres. Eine Gleitbombe zerstörte sechs Stockwerke eines zehngeschossigen Wohnhauses in Donezk, eine Drohne tötete eine 29-jährige Frau und ihren neunjährigen Sohn in Sumy.

Europäische Länder haben ihre Hilfe für die Ukraine verstärkt: Im Mai und Juni betrug die Unterstützung etwa elf Milliarden Euro, davon rund 4,3 Milliarden Euro Militärhilfe und 6,7 Milliarden Euro Finanz- und humanitäre Hilfe. Deutschland trug 700 Millionen Euro Militärhilfe bei. Präsident Wolodymyr Zelenskyy warnte vor Lebensmittelengpässen und bat die USA um fünf Prozent ihrer Patriot-Raketen.

Kernpunkte:

  • Russland hat Kiew erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.
  • Russland forderte die USA und die Türkei auf, sich zu Berichten über mögliche Waffenlieferungen an die Ukraine zu äußern.
  • Eine solche Lieferung würde die bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara ernsthaft beschädigen.

Quelle: Handelsblatt (Deutsch)