Ruheständiger General warnt vor Überreaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig

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Eine mit Sprengstoff beladene Drohne ist in ein Antonov-Flugzeug auf dem Flughafen Leipzig/Halle gekracht und hat eine Debatte über Deutschlands Reaktion auf Hybrid-Bedrohungen ausgelöst. Der Ruheständler General Erhard Bühler rät zu einer gemessenen und verhältnismäßigen Reaktion und mahnt zur gründlichen Aufklärung, warnt aber gleichzeitig vor Überreaktion. Er befürwortet eine robuste Drohnenabwehr und bessere Zusammenarbeit zwischen den Behörden.

Die Bundesregierung treibt Reformen der Geheimdienste voran und plant die Eröffnung eines gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums (GDAZ) bis Ende 2025. Dieses Zentrum soll Länderpolizeien, Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Bundeswehr koordinieren. Im Zuge der Reform sollen BND und Verfassungsschutz künftig aktiv gegen Sabotageakte und Cyberangriffe vorgehen können, etwa durch gezielte IT-Manipulationen während fremder Cyber- oder Desinformationsattacken.

Kernpunkte:

  • Russland führt einen hybriden, nicht erklärten Krieg gegen uns.
  • Wegen einer nicht explodierten Drohne fängt man keinen Krieg an – auch nicht, wenn sie explodiert wäre.
  • Die Sache ist einfach zu ernst und zu wichtig, um zu glauben, man hätte dafür schon ein Rezept in der Tasche und bräuchte das nur einzulösen.

Quelle: MDR (Deutsch)